GroKo Aachen: Mit Ausweitung des „Jobtickets“ weiter in Richtung „Mobilitäts- und Klimawende“

19. Juni 2020

Ende 2019 hat der Aachener Stadtrat mit dem „Radentscheid“ fast einstimmig den Umbau Aachens zur fahrradfahrerfreundlichen Stadt beschlossen. Seitdem arbeitet die Aachener CDU/SPD-Koalition intensiv an der zweiten großen „verkehrspolitischen Baustelle“ – einem öffentlichen Bus- und Bahnangebot, dass für alle gleichermaßen komfortabel, bezahlbar und verständlich ist. Größte Schwierigkeit ist dabei bisher ein klassisches „Henne – Ei“-Problem. Dazu sagt SPD-Mobilitätspolitikerin Ye-One Rhie: „Die Leute wollen bequemere Busse und schnellere Verbindungen. Das kostet viel Geld. Geld, das die ASEAG aber erst hat, wenn mehr Menschen mit dem Bus fahren. Diesen Teufelskreis wollen wir durchbrechen. Das Jobticket hilft dabei.“ Das Jobticket ist eine vergünstigte Monatskarte, mit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bus und Bahn auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause nutzen können. SPD und CDU wollen nun einführen, dass

  • alle 5600 Beschäftigten der Stadtverwaltung das Jobticket automatisch am Monatsanfang zugeschickt bekommen und
  • auch Beschäftigte kleiner Unternehmen das verbilligte Monatsticket abonnieren können. Deswegen sollen sich in Zukunft mehrere kleine Unternehmen zusammenschließen können. Die bisherige Regelung war viel kritisiert worden, weil nur Unternehmen mit mindestens fünfzehn Vollzeitbeschäftigten teilnehmen durften – z. B. Friseursalons, der Einzelhandel und Arztpraxen blieben außen vor.

„Neben den mobilitäts- und umweltpolitischen Auswirkungen ergeben sich auch für die ASEAG klare Vorteile: Mindestens 5.600 Jobtickets sind eine dauerhafte und kalkulierbare Einnahmequelle. Diese ermöglicht weitere Investitionen in Qualität und Angebot der Busverbindungen und die laufende Digitalisierung. Dadurch soll der Öffentliche Nahverkehr attraktiver werden und mehr Menschen motivieren, öfter mit Bus und Bahn zu fahren“, stellt Michael Servos, SPD-Fraktionsvorsitzender, klar.

Themen: Mobilität