Aus der Partei

Ulla Schmidt begrüßt Barriere-Abbau im Bundestag

05. Mai 2015

Ulla Schmidt begrüßt die heutige Ankündigung des Deutschen Bundestages, Plenardebatten und Sonderveranstaltungen wie Gedenkstunden in Gebärdensprache und mit Untertiteln live im Internet übertragen zu wollen. „Der Bundestag baut eigene Barrieren ab. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung uneingeschränkter politischer Teilhabe für Menschen mit Behinderung“, erklärt die Aachener SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt. „In meiner Funktion als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages werde ich mich dafür einsetzen, dass viele weitere Schritte zu mehr Barrierefreiheit folgen werden.“

Auch in ihrer Funktion als Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe engagiert sich Ulla Schmidt für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung. Für die Lebenshilfe bedeutet Barrierefreiheit, dass Texte leicht verständlich sein müssen. Hier hat der Bundestag bereits Angebote geschaffen. Es gibt Seiten in leichter Sprache im Internet, und die Zeitschrift „Das Parlament“ bringt immer ein Thema mit dem Siegel „leicht erklärt“. Zudem erhalten Gäste der Reichstagskuppel und Dachterrasse Informationen in leichter Sprache über einen Audio-Guide.

Dass Bremen vor den Bürgerschaftswahlen seine Wahlunterlagen ausschließlich in leichter Sprache verschickt hat, findet Ulla Schmidt vorbildlich. Die von manchen selbst ernannten Sprachhütern geäußerter Kritik an der Grammatik kontert die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende mit den Worten: „Lieber lese ich einen Dativ an der falschen Stelle, als gar nicht zur Wahl zu gehen.“

Mehr Infos über und in leichter Sprache stehen im Internet unter: www.leichtesprache.org sowie http://www.bundestag.de/leichte_sprache und http://www.bundestag.de/gebaerdensprache

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