Pressespiegel: Sozialdemokraten aus Aachen und Eschweiler planen interkommunales Gewerbegebiet

19. März 2018

Die beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Eschweiler und Aachen, Nadine Leonhardt und Michael Servos (s. Foto), haben am Freitag, 16.03.2018 ihre gemeinsamen Pläne für ein sogenanntes interkommunales Gewerbegebiet beider Städte vorgestellt. Lesen Sie dazu hier den Bericht von Patrick Nowicki in den Aachener Nachrichten (S. 21) und der Aachener Zeitung (S. 18) vom 17.03.2018.

 

SPD: Gewerbegebiet mit Aachen schaffen

Städte sollen in Pilotprojekt zusammenarbeiten

Von Patrick Nowicki

Eschweiler/Aachen. Dass zwei Städte bei der Entwicklung eines Gewerbegebiets gemeinsame Sache machen, ist nichts Neues. Dass sich das Areal jedoch ausschließlich in einer Stadt befindet und es zwischen den beiden Kommunen keine gemeinsame Grenze gibt, ist zumindest ungewöhnlich. Genau diese Idee wollen jedoch die beiden SPD-Fraktionen in Eschweiler und Aachen umsetzen. Der Gedanke dahinter: Die Stadt Aachen kann Interessenten kaum größere Flächen für Gewerbe anbieten, in Eschweiler ist jedoch reichlich Platz vorhanden. Die beiden Verwaltungen sollen nun nach dem Willen der Sozialdemokraten klären, unter welchen Voraussetzungen ein solches Pilotprojekt umsetzbar wäre.

„Wir müssen vom Kirchturmdenken weg hin zu einem regionalen Denken“, fordert der Aachener SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Servos. Ziel sei es, Firmen und damit Arbeitsplätze in der Region zu halten. Als aktuelle Beispiele nannte er die Fertigung des Streetscooters und die Suche nach einem größeren Gelände für Babor. Konkret schlägt er vor, dass die Stadt Aachen und die Stadt Eschweiler die Fläche gemeinsam erschließen. An dem Verkauf seien dann beide beteiligt. Dass damit die Gewerbesteuer ausschließlich an Eschweiler fließt, stört ihn nicht: „Über den kommunalen Finanzausgleich sind ohnehin alle Kommunen am Gewerbesteueraufkommen beteiligt.“ Man fülle vielmehr den Gedanken der Städteregion mit Leben.

Während die Eschweiler SPD über eine Mehrheit im Rat verfügt, muss die Aachener SPD den Koalitionspartner CDU mit ins Boot holen. Servos ist sicher, dass dies gelingt: „Ich glaube, dass man sich dieser guten Idee nicht verschließen wird.“ Am Montag will man im Koalitionsausschuss mit dem politischen Partner sprechen.

„Wir müssen vom Kirchturmdenken weg hin zu einem regionalen Denken.“

Michael Servos, Aachener SPD-Fraktionsvorsitzender

Gibt es dort grünes Licht, können die Verwaltungen ein Konzept entwickeln. Gedacht ist an eine Fläche in der Größenordnung zwischen 40 und 50 Hektar nördlich der Autobahn 4. Die Sozialdemokraten beider Städte hoffen, dass man in drei Jahren mit der Bebauung beginnen kann. Eine solch schnelle Abwicklung sei notwendig, da bereits jetzt ein großer Bedarf bestehe. In Eschweiler wächst zudem der Druck, die Zukunft nach der Braunkohle-Verstromung vorzubereiten. Der neue Landesentwicklungsplan, der unter anderem überregional potenzielle Gewerbeflächen beschreibt, soll im Jahr 2025 aufgelegt werden. „So lange können wir in Eschweiler nicht warten“, fordert die SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt.

Beide Städte haben übrigens unterschiedliche Erfahrungen mit interkommunalen Gewerbegebieten gemacht. Während das Areal Grachtweg der Gemeinde Inden mit Eschweiler als „erfolgreiches Projekt“ bezeichnet wird, hakte es beim Gewerbegebiet Avantis von Aachen und dem niederländischen Heerlen lange Zeit.

 

Quelle: AN, 18.03.2018

 

 

Ein Pilotprojekt in Sachen Gewerbegebiete

SPD schlägt ein gemeinsames Areal der Städte Aachen und Eschweiler vor. Regionales Denken gefordert. Der Bedarf ist an Flächen ist hoch.

 

Von Patrick Nowicki

 

Eschweiler/Aachen. Dass zwei Städte bei der Entwicklung eines Gewerbegebiets gemeinsame Sache machen, ist nichts Neues. Dass sich das Areal jedoch ausschließlich in einer Stadt befindet und es zwischen den beiden Kommunen keine gemeinsame Grenze gibt, ist zumindest ungewöhnlich. Genau diese Idee wollen jedoch die beiden SPD-Fraktionen in Eschweiler und Aachen umsetzen. Der Gedanke dahinter: Die Stadt Aachen kann Interessenten kaum größere Flächen für Gewerbe anbieten, in Eschweiler ist jedoch reichlich Platz vorhanden. Die beiden Verwaltungen sollen nun nach dem Willen der Sozialdemokraten klären, unter welchen Voraussetzungen ein solches Pilotprojekt umsetzbar wäre.

„Wir müssen vom Kirchturmdenken weg und hin zu einem regionalen Denken“, fordert der Aachener SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Servos. Ziel sei es, Firmen und damit Arbeitsplätze in der Region zu halten. Als aktuelle Beispiele nannte er die Fertigung des Streetscooters und die Suche nach einem größeren Gelände von Barbor. Konkret schlägt er vor, dass die Stadt Aachen und die Stadt Eschweiler die Fläche gemeinsam erschließen. An dem Verkauf seien dann beide beteiligt. Dass damit die Gewerbesteuer ausschließlich an Eschweiler fließt, stört ihn nicht: „Über den kommunalen Finanzausgleich sind ohnehin alle Kommunen am Gewerbesteueraufkommen beteiligt.“ Man fülle vielmehr den Gedanken der Städteregion mit Leben.

Während die Eschweiler SPD über eine Mehrheit im Rat verfügt, muss die Aachener SPD den Koalitionspartner CDU mit ins Boot holen. Servos ist sich sicher, dass dies gelingt: „Ich glaube, dass man sich dieser guten Idee nicht verschließen wird.“ Am Montag will man im Koalitionsausschuss mit dem politischen Partner sprechen.

„Wir müssen vom Kirchturmdenken weg und hin zu einem regionalen Denken.“

Michael Servos, SPD-Fraktionsvorsitzender

Gibt es dort grünes Licht, kann es schnell gehen: Die Verwaltungen sollen ein Konzept entwickeln. Gedacht ist an eine Fläche in der Größenordnung zwischen 40 und 50 Hektar nördlich der Autobahn 4. Die Sozialdemokraten beider Städte hoffen, dass man in drei Jahren mit der Bebauung beginnen kann. Eine solch schnelle Abwicklung sei notwendig, da bereits jetzt ein großer Bedarf bestehe. In Eschweiler wächst zudem der Druck, die Zukunft nach der Braunkohle-Verstromung vorzubereiten. Der neue Landesentwicklungsplan, der unter anderem überregional potenzielle Gewerbeflächen beschreibt, soll im Jahr 2025 aufgelegt werden. „So lange können wir in Eschweiler nicht warten“, fordert die SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt.

Beide Städte haben übrigens unterschiedliche Erfahrungen mit interkommunalen Gewerbegebieten gemacht.

Während das Areal Grachtweg der Gemeinde Inden mit Eschweiler als „erfolgreiches Projekt“ bezeichnet wird, hakt es beim Gewerbegebiet Avantis von Aachen und dem niederländischen Heerlen seit Jahren.

 

Quelle: AZ, 18.03.2018

 

Themen: PressespiegelWirtschaft

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